Impulse von Anfang an

In der Tradition verankert – dem Neuen zugewandt. Seit ihrer Gründung am 16. Dezember 1830 hat sich die Börse München Innovationsstärke und Kundennähe auf die Fahne geschrieben und sich als wichtiger deutscher Börsenplatz etabliert.

1830
Die Gründung des Börsenplatzes reicht zurück in das Jahr 1830, als die Münchener Kaufmannsstube am 16. Dezember den geregelten Handel mit Wertpapieren in der Landeshauptstadt initiiert. Das anbrechende Industriezeitalter bringt Bayern Mobilität – neue Technologien öffnen neue Märkte. Die jungen Unternehmen benötigen Kapital für Investitionen und gründen Aktiengesellschaften, die an der Börse notieren. Auch Staat und Kommunen beschaffen sich mit Anleihen neues Kapital. Zu dieser Zeit kann jeder Anleger seine Orders noch selbst platzieren. Ab 1840 werden zunehmend Banken als „Intermediäre” zwischen Börse und Anlegern verpflichtet.

1869
Im März 1869 gründen unabhängige Kaufleute den Münchener Handelsverein e.V., der als selbstverwaltete Einrichtung Träger der Münchener Börse wird. Dieser bildet bis heute die Basis für den unabhängigen Betrieb der Börse.

1935 – 1996
Nach der Fusion mit der Augsburger Börse im Jahr 1935 zur Bayerischen Börse gewinnt München als einzig verbleibender Börsenstandort an Bedeutung. Durch die Übernahme der Augsburger Wertpapiere kommen wichtige Titel der Textilwirtschaft sowie des Maschinen- und Fahrzeugbaus dazu. In den Nachkriegsjahren profitiert die Börse München vom starken Standort und wird bald Heimatbörse großer DAX-Werte wie Siemens, Allianz und BMW.

Mit der schrittweisen Abschaffung des Parketthandels zugunsten des computergestützten Maklerhandels nimmt die Börse München seit den 1980er Jahren eine technische Vorreiterrolle ein. Rechnersysteme von Siemens ermöglichen 1982 erstmals die prompte und fehlerfreie Darstellung von Kursen auf der Anzeigetafel im Börsensaal und auf den Bildschirmen der ans Fernsehnetz angeschlossenen Banken und Nachrichtendienste. 1996 folgt ein weiteres mediales Novum, als die Börse erstmals Kurse und Informationen via Internet veröffentlicht.

2000
Privatrechtliche Trägerin der Börse München wird die Bayerische Börse AG, deren alleiniger Aktionär der Münchener Handelsverein e. V. ist.

2003
Am 2. Mai startet die Börse München das elektronische Handelssystem MAX-ONE. Ihr Marktmodell, welches das elektronische System mit dem Know-how von Spezialisten verbindet, setzt bis heute Maßstäbe und genießt höchste Anerkennung in der Branche.

2005
Am 1. Juli 2005 eröffnet die Börse München mit m:access ein Einstiegssegment für kleine und mittlere Unternehmer, die eine Kapitalbeschaffung über den Börsengang planen. Vor dem Hintergrund überbordender Bürokratie im Kapitalmarktrecht sind die Zugangsbedingungen schlank und übersichtlich gehalten – und damit hervorragend geeignet für mittelständische Unternehmen. Bayerns damaliger Wirtschaftsminister Otto Wiesheu kommentiert: „Damit gewinnt die Börse München weiter an Attraktivität und untermauert ihren Anspruch, die Börse für den Mittelstand zu sein.“

2006 – heute
Seit 2006 steht das Münchener Marktmodell auch für Qualität beim Fondshandel. Im Mai startete der Handel mit rund 2600 gelisteten Fonds. Vom Ordern ohne Ausgabeaufschlag profitieren besonders die Anleger. Seit 2008 ist der Handel von ETFs und ETCs an der Börse München möglich. Das im Oktober 2008 angebotene Segment Zweitmarkt.de für geschlossene Fonds ergänzt das Handelsportfolio der Bayerischen Börse AG.

Nicht nur strategisch ist die Börse dem Neuen verpflichtet. Seit Juni 2009 residiert sie im Herzen von München – am Karolinenplatz. Im Jahr 2011 wird unter dem Namen greenmarket neben der Wertpapierbörse die Warenbörse gegründet. Die Bayerische Börse AG versteht sich heute nicht mehr nur als Zugang zum Kapitalmarkt: Sie ist auch Impulsgeber für mehr Qualität und Effizienz – im Sinne ihrer Kunden!

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