Intelligente Ordertypen mit der Börse München und ING-DiBa: Depotabsicherung in volatilen Märkten
Der Dax am 22. September 2011: 5.168 Punkte. Am 13. Oktober waren es 5.911 Punkte, am 20. Oktober 5.774, am 27. Oktober 6.338, am 24. November 5.437, am 1. Dezember 6.028 und am 14. Dezember 5.677 Punkte. Die Volatilität an den Märkten – nicht nur beim Dax – ist gegenwärtig extrem hoch. Was bedeutet das für den Anleger? Er muss sein Depot, seine Einzelwerte ganz genau beobachten, will er das bestmögliche Ergebnis erzielen. Im derzeitigen Börsenumfeld lautet die Devise für den Anleger: Risiken begrenzen, Chancen optimieren, das Depot absichern, Gewinne realisieren.
Was tun? Eine Möglichkeit der Absicherung ist das Setzen von Limits auch über intelligente Order-Typen. Doch das ist nicht ganz einfach. Die Börse München hat gemeinsam mit dem amerikanischen Entwickler SmartStops ein Instrumentarium entwickelt, das dem Anleger hier ganz konkrete Vorgaben vorschlägt. Mit Hilfe einer eigenen Kampagne sollen Anleger überdies ganz generell über die Bedeutung und den richtigen Einsatz intelligenter Ordertypen aufgeklärt werden. Motto: „Hier fahren Anleger sicher“. Die Kampagne bedient sich der Sprache und der Optik des Automobilrennsportes – die Börse sieht sich dabei in der Rolle der Crew, die für den Fahrer – den Anleger – das Optimum an Rendite bei geringem Risiko herausholt. Umgesetzt wird die Kampagne derzeit gemeinsam mit der ING-DiBa sowie mit Cortal Consors – die Börse München ist aber mit weiteren Direktbanken im intensiven Austausch
Im Detail werden drei Optionen intelligenter Ordertypen oder SmartStops angeboten:
Limitierte Orders
Hier legt der Anleger fest, zu welchem Preis Wertpapiere höchstens noch gekauft und zu welchem sie mindestens noch verkauft werden dürfen. Ist das Papier zu teuer, wird die Order nicht ausgeführt, ist das Papier zu billig, wird nicht verkauft. Die Gültigkeitsdauer kann dabei optional auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt werden.
Start Buy, Stop Loss ohne Limit
Hier gibt der Anleger eine Start Buy-Grenze an (bisher als Stop Buy oder „SB“ bekannt). Hier werden Kauf-Orders erst ab einer vorab definierten Kursschwelle tatsächlich ausgeführt. Bewegt sich der gewünschte Titel gerade im Kurskeller, kann so ein Kauf ausgelöst werden, wenn eine Erholungsphase einsetzt.
Ähnlich funktioniert die Stop Loss-Schwelle (SL): Hier werden Wertpapiere bei Unterschreiten einer vorab definierten Kursschwelle automatisch verkauft. Der Anleger kann damit Kursgewinne einfahren beziehungsweise Kursverluste wirksam eingrenzen. Die jeweiligen Käufe beziehungsweise Verkäufe werden in der Regel zu einer ‚billigst’ beziehungsweise ‚bestens’ Order schnellstmöglich ausgeführt.
Stop Loss, Start Buy mit Limit
Bei diesem Ordertyp kommt noch ein gesetztes Limit hinzu, das heißt, nach Übersteigen beziehungsweise Unterschreiten der definierten Kursschwelle wird nicht ‚billigst’ beziehungsweise ‚bestens’ ausgeführt, sondern nach dem jeweils gesetzten Limit (oder besser).
Damit stellt der Anleger sicher, dass er nur einen vorher festgelegten Maximalbetrag investiert (Start Buy) beziehungsweise einen bestimmten Mindestverkaufserlös realisiert (Sop Loss). Problematisch kann dies sein, wenn nach dem Erreichen der Stop-Schwelle das Limit nicht erreicht wird, denn dann wird die Order nicht ausgeführt.
Daneben bietet die Börse München noch zwei ganz spezielle Ordertypen an:
Ein Kombilimit (OCO oder One Cancels Other)
Hier setzt der Anleger gleichzeitig ein Stop Loss-Limit und ein Kursziel und sichert sich so doppelt ab. Zum einen gegen Verluste, zum anderen realisiert der Anleger seine Gewinne bei Erreichen seines Kurszieles auch tatsächlich.
Dynamisches Stop Loss (Trailing Stop)
Das dynamische Stop-Loss erweitert das normale Stop-Loss, indem es quasi automatisch mit der Kursbewegung mitgeht, sich anpasst. Je nach gesetzter prozentualer Spanne passt es sich bei einer positiven Kursentwicklung nach oben an und führt so zu einer optimale Performance-Sicherung.
SmartStops
Das Setzen von intelligenten Limits ist in der Theorie leicht nachvollziehbar, in der Praxis stellt sich allerdings die Frage: Wo genau setzen? Im Prinzip ist das das große Geheimnis und gleich in etwa der ewig gleichen Frage: Wann genau einsteigen und wann genau aussteigen aus einer Aktie. Wann und wie können die größtmöglichen Gewinne erzielt, die schmerzlichsten Verluste vermieden werden? Hier hilft das von dem auf Risikomanagement spezialisierten US-Unternehmen entwickelte und von der Börse München jetzt in Deutschland angebotene System der SmartStops weiter. Für mehr als 500 Top-Aktien und ausgewählte ETFs errechnet SmartStops dem Anleger auf der Basis historischer Zeitreihen automatisch die optimalen Stop-Marken und Wiedereinstiegssignale. Einfach WKN, ISIN oder Name des Wertpapiers eingeben und schon erscheint eine Kurshistorie mit den jeweiligen Stop Loss-Marken für die kurzfristige und mittelfristige Perspektive
In übersichtlichen Grafiken wird darüber hinaus ein Risikovergleich angeboten: Wie entwickelt sich der jeweils niedrigste Wert eines Investments in Höhe von 10.000 Euro über fünf Jahre hinweg, wenn
- die Strategie Kaufen & Halten angewendet wird
- kurzfristige SmartStops gesetzt erden
- mittelfristige SmartStops zum Einsatz kommen?
Außerdem erhält der Anleger noch einen Vergleich des Gesamtertrages (Endwerte) und der Kapitalbindung.
Nur über die Börse München erhält der Anleger zusätzliche Sicherheit im Orderprozess mit der Active Order Control: Personal Order Control bietet jederzeit einen persönlichen Draht zur neutralen Handelsüberwachungsstelle und Best Price Control garantiert einen umfassenden Bestpreis durch einen weltweiten Preisvergleich.
Über das Direkt Depot bei der ING-DiBa können diese Limits kostenlos eingerichtet und jederzeit wieder gelöscht werden. Das Setzen der einzelnen Smart-Limits erfolgt dabei ganz einfach in drei bis vier genau erklärten Schritten. Damit können die Anleger beruhigt in den Weihnachtsurlaub fahren, ohne permanent ihr Depot beobachten zu müssen.
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Ulrich Kirstein,
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