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Der Wochenkommentar der Börse

Nachricht vom 14. Mai 2012 -

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In der vergangenen Handelswoche haben über einen weiten Zeitraum die politischen Geschehnisse in Griechenland die Stimmung an den Aktienmärkten bestimmt. Dabei wechselten sich Ängste über eine mögliche Aufkündigung aller Sparpläne und eine baldige Pleite des Mittelmeerlandes mit Hoffnungen ab, es könne doch eine tragfähige Regierung gebildet und Neuwahlen und anhaltende Unsicherheit verhindert werden. Auch aus Spanien, aktuell dem zweiten Euro-Sorgen-Land, kamen unterschiedliche Impulse. Ein Gegengewicht zu den negativen Signalen bildeten über den Erwartungen ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA sowie gute Unternehmensergebnisse wie beispielsweise die der Commerzbank. Zu Wochenschluss trübten dann wieder enttäuschende Konjunkturzahlen aus China und der Milliarden-Verlust der US-Großbank JP Morgan durch Fehlspekulationen die Stimmung der Anleger. Auf Wochensicht konnte der Deutsche Aktienindex (Dax) aber letztlich um 0,3 Prozent auf 6.579,93 Punkte zulegen. Der HAFixD-Index gab dagegen um 0,5 Prozent auf 1.926,33 Zähler nach.

Ausblick
Die weitere politische Entwicklung in Griechenland dürfte auch in der aktuellen Woche ein großes Thema an den Märkten bleiben. Sollte die Bildung einer Regierung trotz der zu Wochenbeginn eher geringen Chancen doch noch gelingen, dürfte dies die Lage zumindest kurzfristig etwas entspannen. Dennoch dürfte keine anhaltende Ruhe im Bezug auf die Euro-Schuldenkrise einkehren, so Beobachter. Dazu dürfte auch die Situation in Spanien beitragen. Hier wurde zuletzt die Nachricht von der staatlichen Intervention bei dem angeschlagenen Sparkassenkonzern Bankia positiv aufgenommen, allerdings seien die grundsätzlichen Probleme weiterhin ungelöst, hieß es.

Beim Blick auf die anstehenden Konjunkturdaten wiederum dürften für die Anleger hierzulande die ZEW-Konjunkturerwartungen im Fokus stehen, deren Veröffentlichung für Dienstag geplant ist. Der entsprechende Index war die vergangenen fünf Male gestiegen. Daneben dürften unter anderem das deutsche sowie das europäische Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal auf Interesse stoßen. Zu den wichtigsten Veröffentlichungen aus den USA zählen Händler die Zahlen zur Industrieproduktion und zum Einzelhandelsumsatz sowie die Berichte einzelner Notenbanken.

Weitgehende Einigkeit besteht unter Experten dahingehend, dass auch die aktuelle Woche keine für Anleger mit schwachen Nerven werden dürfte. Ruhiger an den deutschen Aktienmärkten dürfte es aber unabhängig von der Nachrichtenlage am Donnerstag zugehen; am Feiertag Christi Himmelfahrt wird an den Börsen zwar gehandelt, erfahrungsgemäß bleiben die Umsätze an solchen Tage aber überschaubar. Ruhiger dürfte es langsam auch von Unternehmensseite werden, da sich die Berichtssaison in Europa ihrem Ende zuneigt; allerdings legen zumindest in dieser Woche noch einige Unternehmen ihre Zahlen vor.

  
Ausgewählte wichtige Termine der Woche
Montag, 14.5.: Industrieproduktion in der EU im März
Dienstag, 15.5.: ZEW-Konjunkturerwartungen für Mai (Deutschland); Deutsches BIP im 1. Quartal; BIP in der EU im 1. Quartal; US-Einzelhandelsumsatz im April; New York Empire State Index für Mai (USA); US-Lagerbestände im März; Hausmarktindex der National Association of Home Builders/Wells Fargo für Mai (USA)
Mittwoch, 16.5.: Ifo-Weltwirtschaftsklima für das 2. Quartal; Außenhandelszahlen für die EU für März; US-Industrieproduktion im April; US-Wohnbaubeginne und -genehmigungen im April; US-Kapazitätsauslastung im April; Auftragseingang im japanischen Maschinenbau im März
Donnerstag, 17.5. (Christi Himmelfahrt, Börsenhandel findet statt): US-Frühindikatoren für April; Philadelphia Fed Index für Mai (USA)
Freitag, 18.5.: Erzeugerpreise in Deutschland im April

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