Die Finanztransaktionssteuer ist ein schlechter Scherz
Die Finanztransaktionssteuer ist ein schlechter Scherz
Andreas Schmidt, Vorstand der Bayerischen Börse AG, bei der Jahreseröffnung der Börse München
Die derzeit wieder vehement forcierte Börsenumsatz- oder Finanztransaktionssteuer hält Andreas Schmidt für kontraproduktiv. „Damit würden erneut außerbörsliche Märkte gegenüber Börsen bevorzugt.“, so Schmidt in seiner Rede. Die Börsenpreise verlieren an Aussagekraft, weil in den außerbörslichen Märkten wie dark pools und MTFs (multilateral trading facilities) die Umsätze steigen. Andreas Schmidt betonte außerdem, dass sich der außerbörsliche Handel vor allem in London abspiele. Insofern würde eine auf die Euro-Länder beschränkte Transaktionssteuer „die außerbörsliche Infrastruktur in London krönen“, so Schmidt wörtlich. Den Finanzplatz Deutschland sieht er durch eine solche Steuer hingegen geschwächt. Er appellierte an den Staat, dass dieser schädliches Verhalten wie etwa High Frequency Trading regulatorisch unterbinden solle statt zu versuchen, auch noch daran zu verdienen.
Den Wortlaut der gesamten Rede finden Sie unter …
Rede Jahreseröffnungsbörse 2012 (PDF)



