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Börse München - Wertpapierhandel

Der Wochenkommentar der Börse

30.01.12
Rückblick

Der Optimismus der Anleger an den Aktienmärkten hat auch in der vergangenen Woche angehalten. Hoffnungen auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen über die Schulden Griechenlands, solide bis gute Quartalszahlen aus den USA und vor allem die Aussagen der US-Notenbank Fed sorgten für gute Stimmung an den Märkten. Die Fed hatte mitgeteilt, dass sie ihre Niedrigzinspolitik noch bis mindestens Ende 2014 und damit erheblich länger als erwartet fortsetzen werde. Bislang hatte die Fed die aktuell niedrigen Zinsen bis Mitte 2013 in Aussicht gestellt, weshalb die meisten Analysten von der Mitteilung von vergangener Woche überrascht waren. Von Seiten der Konjunktur kamen mit dem nach Ansicht von Beobachtern überzeugenden Ifo-Geschäftsklimaindex sowie dem guten Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA positive Signale, wobei es daneben wie meist auch eher enttäuschende Daten gab. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg auf Wochensicht um 1,7 Prozent auf 6511,98 Punkte und markierte im Wochenverlauf seinen höchsten Stand seit knapp einem halben Jahr. Der HAFixD-Index verbesserte sich um 1,6 Prozent auf 1.961,98 Zähler.

Ausblick
Für die aktuelle Woche rechnen die meisten Beobachter mit einer Fortsetzung der guten Stimmung an den Märkten. Die Ankündigung von Ende vergangener Woche, Griechenland benötige noch mehr Geld als zuletzt geplant, sowie die Herabstufung einiger Euroländer durch die Ratingagentur Fitch machte zwar deutlich, dass die Euroschuldenkrise weiterhin nicht ausgestanden sei, aktuell nähmen die Anleger dies aber recht gelassen auf, sagen Beobachter. Ein Grund hierfür sei die weiter anhaltende lockere Geldpolitik der Notenbanken, die für ausreichend Liquidität an den Märkten sorge. Zudem stiegen die Hoffnungen auf eine Einigung mit den Gläubigern Griechenlands, heißt es, gleichzeitig nähmen die Ängste vor einer Pleite des Mittelmeerlandes ab.

Mit der aktuell nachlassenden Bedeutung der Euro-Schuldenkrise auf die Börsen richten die Anleger nun ihr Augenmerk verstärkt auf die konjunkturelle Entwicklung. Hier mehrten sich zuletzt die Zeichen dafür, dass die wirtschaftliche Abkühlung doch nicht so stark ausfallen könnte wie noch vor einigen Wochen befürchtet. Vor diesem Hintergrund erwarten die Investoren mit Spannung die kommenden Veröffentlichungen von Konjunkturzahlen, um zu sehen, ob diese Hoffnungen gerechtfertigt sind. In der aktuellen Woche dürften dabei vor allem der Bericht des US-Arbeitsmarktdienstleisters ADP sowie der offizielle US-Arbeitsmarktbericht im Fokus stehen. Daneben dürften sich die Investoren auch stark für die ISM-Indizes interessieren, die am Mittwoch beziehungsweise am Freitag veröffentlicht werden.

Ausgewählte wichtige Termine der Woche
Montag, 30.1.: Großhandelsumsatz in Deutschland im 4. Quartal; Verbraucherpreise in Deutschland im Januar; Geschäftsklimaindex für die Eurozone im Januar; EU-Geschäfts- und Verbrauchervertrauen im Januar; Persönliche Einkommen und Ausgaben in den USA im Dezember
Dienstag, 31.1.: Einzelhandelsumsatz in Deutschland im Dezember; Arbeitsmarktdaten für Deutschland für Januar; US-Verbrauchervertrauen im Januar; Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Januar (USA)
Mittwoch, 1.2.: Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone für Januar; Vorabschätzung zur Inflation in der Eurozone im Januar; ADP-Arbeitsmarktbericht des privaten Dienstleisters Automatic Data Processing für Januar (USA); ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA im Januar; US-Bauausgaben im Dezember
Donnerstag, 2.2.: Erzeugerpreise der Industrie in der EU im Dezember; US-Arbeitskosten im 4. Quartal
Freitag, 3.2.: Dienstleistungsindex für Deutschland und die Eurozone für Januar; Einkaufsmanagerindex für die EU im für Januar; Zahlen zum europäischen Einzelhandel im Dezember; US-Arbeitsmarktbericht für Januar; US-Industrieaufträge im Dezember; ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe in den USA im Januar

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