IPO-Center
Übersicht der IPO-Kandidaten sowie die Termine zur Börseneinführung und Erstnotiz.
IPO steht für Initial Public Offering und bedeutet das erstmalige Angebot der Aktien eines Unternehmens an der Börse.
Aktuell steht kein IPO an einer deutschen Börse an.
Sobald ein Unternehmen wieder einen Börsengang plant, finden Sie hier alle relevanten Informationen wie Zeichnungsfrist, Bookbuilding-Phase, Erstnotiz, Emissionspreis und Konsortialführer.
Wichtige Begriffe im Zusammenhang eines IPOs
Bookbuilding
Das Bookbuilding ist ein Verfahren zur Platzierung von Wertpapieren, bei dem Investoren innerhalb einer bestimmten Zeichnungsfrist auf den Kauf der Aktien in einer vorgegebenen Preisspanne bieten können und am Ende der Frist entschieden wird, welche Bieter die zu emittierenden Wertpapiere zu welchem Preis erhalten. Wer den Zuschlag bekommt entscheidet das emittierende Unternehmen, ggf. der platzierende Altaktionär sowie die Konsortialbanken. Den Gegensatz hierzu bildet das Festpreisverfahren, bei dem die Aktien zu einem festen Preis zur Platzierung gegeben werden.
Due Dilligence
Die Konsortialbanken lassen vor Erstellung der Finanzanalysen und vor Beginn der Road Shows eine Due-Diligence-Prüfung durchführen. In dieser Prüfung wird das den Börsengang anstrebende Unternehmen auf Risiken und Potentiale hin untersucht. Die Prüfung bezieht sich dabei auf sämtliche Bereiche des Unternehmens und beinhaltet die Business-, Legal-, Financial-, Technical- und die Tax- Due Dilligence. Auf Grundlage dieser Due Dilligence wird schließlich der Wertpapierprospekt erstellt.
Equity Story
Die für das Börsenmarketing vor einem Börsengang aufbereitete Unternehmensstrategie. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Geschäftsperspektiven und die Unternehmensstrategie überzeugend, glaubwürdig und nachvollziehbar kommuniziert werden.
Emissionskonzept
Wichtig für eine erfolgreiche Platzierung an der Börse ist das Emissionskonzept. Hierbei spielen Faktoren wie die Wahl des richtigen Marktsegments ebenso eine Rolle, wie der richtige Investorenmix. In diesem Schritt hat sich das Unternehmen aber auch schon Gedanken über das Verfahren zur Platzierung der Wertpapiere Gedanken zu machen (siehe auch Bookbuilding). Weitere Fragen, wie der Zeitpunkt der Emission oder das Platzierungsvolumen und die Wahl des die Emission begleitenden Konsortiums (siehe auch Konsoortialführer) sind hier zu klären.
Erstnotiz
Erster festgestellter Börsenkurs
Konsortialführer
Die Begleitung des Börsengangs erfolgt in aller Regel durch mehrere Banken, in einem Konsortium. Dabei ist eine Bank als Lead-Bank der Konsortialführer, die mitführenden Banken im Konsortium bezeichnet man dabei als Co-Lead. In einem so genannten Beauty Contest bewerben sich die Emissionsabteilungen von Banken unter Angabe von Preisvorstellungen und Konditionen um die Begleitung des Börsengangs.
Roadshow
Veranstaltungen während der Bookbuilding-Phase. Die den Börsengang begleitenden Banken sowie die Vorstandsmitglieder des emittierenden Unternehmens präsentieren vor institutionellen Anlegern ihre Equity Story. Hierbei wird das Interesse der möglichen Anleger ausgewertet.
Überzeichnung
Ist das Interesse größer als die Anzahl der angebotenen Aktien, so spricht man von einer Überzeichnung. In diesem Fall legen die Konsortialbanken fest, ob aus dem so genannten Greenshoe, einem Reservepool, noch weitere Aktien ausgeben werden. Die Konsortialbanken legen die Zuteilung fest, mit der bestimmt wird, welcher Interessent mit welcher Zuteilungsquote der gezeichneten Aktien bedacht wird.
Wertpapierprospekt
Der Wertpapierprospekt ist eine schriftliche Zusammenstellung über die Art, Inhalte und Risiken von Wertpapieren. Er dient dem Unternehmen deshalb nicht nur als Darstellung für einen Börsengang sondern ist auch gleichzeitig ein Enthaftungsmittel für das emittierende Unternehmen. Ein von der BaFin gebilligter Wertpapierprospekt ist Voraussetzung für eine Notierung in m:access.
Zeichnungsfrist
Steht der Emissionspreis fest, können die Aktien in der Zeichnungsfrist öffentlich zur Zeichnung angeboten werden. Die interessierten Abnehmer legen sich dahingehend fest, bis zu welchem Preis sie wie viele Aktien erwerben möchten.
